http://aow.blogsport.de http://aow.blogsport.de Wed, 16 May 2012 19:16:00 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Wir sind wieder da! http://aow.blogsport.de/2011/12/31/wir-sind-wieder-da/ http://aow.blogsport.de/2011/12/31/wir-sind-wieder-da/#comments Sat, 31 Dec 2011 16:02:48 +0000 Administrator Allgemein http://aow.blogsport.de/2011/12/31/wir-sind-wieder-da/ Ab dem 1. Januar sind wir über eine neue Internetpräsenz zu erreichen:

http://baulemania.blogsport.de

Wir wünschen ein erfolgreiches antifaschistisches Jahr 2012!

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Rechte „Bürgerwehr“ streunt durch Oberberg http://aow.blogsport.de/2011/12/01/rechte-buergerwehr-streunt-durch-oberberg/ http://aow.blogsport.de/2011/12/01/rechte-buergerwehr-streunt-durch-oberberg/#comments Thu, 01 Dec 2011 13:13:58 +0000 Administrator Nordrhein-Westfalen Oberbergischer Kreis http://aow.blogsport.de/2011/12/01/rechte-buergerwehr-streunt-durch-oberberg/ Nach Informationen von „Oberberg aktuell“ ist seit einigen Monaten eine sogenannte „Bürgerwehr“ im Oberbergischen Kreis aktiv. Die Gruppierung will den Anschein einer offiziellen Organisation erwecken. Der Landrat und die Polizei warnen vor der offen rechtsradikalen Gruppe, die die Bevölkerung angeblich vor Gewalttaten schützen will.

Im durch und durch CDU-geprägten Oberberg grenzt es schon fast an ein Wunder, dass der Landrat mal öffentlichkeitswirksam die Existenz von rechtsradikalen Umtrieben im Kreis eingesteht. Erst kürzlich wurde Michaela Engelmeier-Heite (SPD), seit 2004 im oberbergischen Kreistag, bedrängt, sie solle „mal nicht so die Welle machen“, was ihr Hinweis auf eben jene Umtriebe angeht. pro-NRW-Populist Udo Schäfer bezichtigte sie der Verleumdung, während sie sich von der CDU anhören musste, dass eine durchgestrichene Moschee im Parteilogo „noch lange nicht rechtsradikal“ sei. Nun also die offensichtliche Kehrtwende: Landrat Hagen Jobi warnt vor den Aktivitäten einer rechtsgerichteten Bürgerwehr.

Die Gruppierung tritt demnach in dunkelblauen Uniformen mit den Aufschriften „Security“ sowie „Bürgerwehr Oberbergischer Kreis“ auf und will damit offenbar den Anschein erwecken, als sei sie eine offizielle Organisation des Kreises. Nach eigenen Angaben hat sich die Gruppe die im Sommer gegründete „Kölner Bürgerwehr“ zum Vorbild genommen. Ihr selbsterklärtes Ziel: „Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger vor dem Hintergrund zunehmender Gewalt und wachsendem Inländerrassismus zu verbessern“. Ein Schwerpunkt ihrer „Arbeit“ solle der „Schutz von politischen Veranstaltungen und ihrem Personal vor Linksextremisten und Islamisten“ sein. Das Ganze selbstverständlich unter dem Deckmantel eines „bürgerlichen Engagements“.

Bisher aufgefallen sind Aktivisten der „Bürgerwehr“ vor allem auf dem Gummersbacher Herbstfest sowie im Nümbrechter Kurpark. Landrat Jobi erkannte „rechtsextreme Tendenzen“ bei der Gruppierung, der Kölner Staatsschutz wurde eingeschaltet. Was durchaus verwunderlich ist, da jene Gruppe keine gänzlich anderen Ziele und Forderungen propagiert als die altbekannte „Bürgerbewegung pro NRW“. Im Prinzip stellt die „Bürgerwehr“ nur einen billigen Abklatsch der „Bürgerbewegung“ dar und dürfte somit nicht mehr und nicht weniger als „rechtsextrem“ gelten. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis diese Tatsache auch zu Hagen Jobi und seiner oberbergischen CDU durchgedrungen ist…

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Wipperfürther Komplexe http://aow.blogsport.de/2011/11/23/wipperfuerther-komplexe/ http://aow.blogsport.de/2011/11/23/wipperfuerther-komplexe/#comments Wed, 23 Nov 2011 13:46:53 +0000 Administrator Nordrhein-Westfalen Oberbergischer Kreis Wipperfürth http://aow.blogsport.de/2011/11/23/wipperfuerther-komplexe/ Wipperfürth ist die älteste Stadt des Bergischen Landes. Entsprechend alt kommt auch die Debatte daher, die zur Zeit in der bürgerlichen Gesellschaft hitzig geführt wird. Es wird wieder einmal mehr Polizeipräsenz gefordert, mehr Überwachung und mehr Verbote. Die Tatsache, dass mit derartigen Forderungen individuelle Freiheiten beschränkt werden, statt eine Bekämpfung der Ursachen vorzunehmen, wird dabei ignoriert – zumal noch nicht mal eine Rechtfertigung dieser Forderungen geleistet werden kann.

Zur Zeit könnte man sich geradezu in den November des Jahres 2009 zurückversetzt fühlen. Damals wurde der 18-jährige Benny von mehreren Jugendlichen vor einem Einkaufsmarkt zusammengeschlagen und starb schließlich an seinen Verletzungen. Die Täter und deren Begleiter, die wegen unterlassener Hilfeleistung vor Gericht standen, wiesen sowohl eine deutsche Abstammung als auch Migrationshintergrund auf. Einen Großteil der Wipperfürther Bürgerschaft interessierte dies freilich nicht: Es wurde plumpe Ausländerhetze betrieben, indem verbreitet wurde, Benny sei von „Türken“ kaltblütig ermordet worden. Die Folge waren unter anderem Parolen wie „Ausländer raus“ und „Türken raus“, die von Schülern der Haupt- und Realschule auf dem Schulweg skandiert wurden. Selbst an der Todesstelle machten insbesondere Jugendliche nicht davor halt, gegen Türken im Speziellen und Allgemeinen zu schwadronieren und so ihr konstruiertes Feindbild zu festigen.

Ähnliche Züge weist die derzeitige Debatte um angeblich zunehmende Kriminalität und Vandalismus in der Innenstadt auf: Es wird gelogen, hinzugereimt, pauschalisiert und übertrieben bis die Schwarte kracht. Viele Diskussionen, die zur Zeit in der Stadt zum Thema geführt werden, glänzen durch Halbwahrheiten und Geschichten, die irgendwer irgendwann mal gehört haben will. So heißt es, dass es auf dem Hausmannsplatz „tagtäglich“ Saufgelage und Prügeleien gebe. Sich über den Lärm beschwerende Anwohner sollen bedroht und geschlagen werden. Angeblich sollen „fast jede Nacht“ gewaltbereite Jugendbanden durch die Stadt ziehen, Bepflanzungen zerstören, Bierflaschen zerschlagen und herumgrölen. Das Problem: Derartige Ereignisse können weder von der Polizei noch von anderen offiziellen Stellen als zunehmende Erscheinung bestätigt werden. Andere Städte ähnlicher Größenordnung weisen demnach erheblich mehr solcher Delikte auf, insbesondere in räumlicher Nähe zu Großstädten.

Im Normalfall flammen derartige Diskussionen in der Wipperfürther Bürgerschaft sowie die dazu gehörenden Forderungen in regelmäßigen Abständen auf – nämlich dann, wenn die lauen Sommernächte einsetzen und die großen Schulferien hinzukommen. Viele Jugendliche fahren zu dieser Zeit nicht in den Urlaub und haben keine Ferienjobs, so dass sie dementsprechend häufig auch im öffentlichen Raum feiern und trinken. So verhielt es sich in den letzten Jahren und auch in den letzten Jahrzehnten. Dennoch wurde die Diskussion schon in den 80er und 90er Jahren jeden Sommer aufs Neue geführt. Was in diesem Jahr anders ist: Die Bürgerinitiative „Wir sind Wipperfürth“ erhält regen Zulauf. Diese wurde von Anne Kuhna ins Leben gerufen und hatte zunächst das vorrangige Ziel, Missstände wie leerstehende Ladenlokale und fehlende Spielplätze für Kinder anzuprangern. Seit der Sommerzeit gerierte sich die Initiative dann insbesondere in ihrer Facebook-Gruppe so, als sei sie eine Interessensvertretung für konservativ-spießbürgerliche Vordenker.

So wurde vor allem von der Gründerin gefordert, ein generelles Alkoholverbot in der Innenstadt festzusetzen und mehr Polizisten durch die Straßen patrouillieren zu lassen. Eine andere Facebook-Userin schlug gleich vor, die Feuerwehr mit einzubinden und sie zur nächtlichen Bewachung der Altstadt abzukommandieren. Mehrfach wurde zudem darauf gedrängt, den gerade erst als Treffpunkt für Jugendliche neu eingerichteten „Steinkreis“ am Bahnhofsgelände einzustampfen. Die sich dort einfindenden Personen seien „zu laut“ und das dort legal prasselnde abendliche Lagerfeuer erzeuge zu viel Rauch und Gestank. Auch das Kultur- und Veranstaltungszentrum „Alte Drahtzieherei“ in der Wupperstraße bekam ihr Fett weg: Sie verkomme zu einer zweiten Diskothek und sei ebenfalls „zu laut“, so ein „Anwohner“. Dass frühere Treffpunkte für Jugendliche abseits von Wohnstandorten geschlossen bzw. unzugänglich gemacht wurden und nächtliche Aktivitäten dementsprechend verdrängt werden, wird dabei schlichtweg verschwiegen. So ist mittlerweile ein Großteil der Schulhöfe, welche in den vergangenen Jahrzehnten stets beliebte Sammelpunkte waren, umzäunt und abgeriegelt. Auch die Freizeitanlage „Ohler Wiesen“ verfügt über keine brauchbaren Sitzgelegenheiten und Grillplätze mehr.

Interessenskonflikte zwischen Jugendlichen und Erwachsenen sind ein leidiges Thema, weil oftmals keine gemeinsame Basis gefunden wird. Im vorliegenden Fall ist es vorwiegend eine konservative Geisteshaltung, welche einer Einigung entgegenwirkt. Da eine oftmals sensationsorientierte Pauschalisierung und Übertreibung der Faktenlage zudem von einem großen Teil der Wipperfürther Bevölkerung fast schon hobbymäßig betrieben wird, ist eine zeitnahe Lösung nicht abzusehen. Positive Ansatzpunkte, die durch die Stadtverwaltung und insbesondere durch das Jugendamt geschaffen wurden, werden durch die bürgerliche Mehrheitsgesellschaft in stupider Art und Weise torpediert. Statt sich für eine umfassende Ursachenforschung einzusetzen und daraus resultierend neue Angebote für Jugendliche einzurichten, werden Forderungen laut, bestehende Angebote zu beschneiden oder gleich ganz zu streichen. Ein Alkoholverbot für die Innenstadt nach Hückeswagener Vorbild ist dank Anne Kuhna und ihrer Bürgerinitiative in greifbare Nähe gerückt und droht Wipperfürth – ebenfalls nach Hückeswagener Vorbild – zu einer toten Stadt zu machen.

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Gleich und gleich gesellt sich gern: Jack Schmitz und die „Bürgerbewegten“ http://aow.blogsport.de/2011/11/21/gleich-und-gleich-gesellt-sich-gern-jack-schmitz-und-die-buergerbewegten/ http://aow.blogsport.de/2011/11/21/gleich-und-gleich-gesellt-sich-gern-jack-schmitz-und-die-buergerbewegten/#comments Mon, 21 Nov 2011 20:18:24 +0000 Administrator Nordrhein-Westfalen Köln Oberbergischer Kreis Radevormwald http://aow.blogsport.de/2011/11/21/gleich-und-gleich-gesellt-sich-gern-jack-schmitz-und-die-buergerbewegten/
Jack Schmitz (rechts) am Samstag in Köln-Kalk

In schöner Regelmäßigkeit brüstet sich die pro-Bewegung damit, eine „Grundgesetzpartei“ zu sein und sich für die Demokratie einzusetzen. In schöner Regelmäßigkeit finden sich auch immer wieder gewaltbereite Neonazis in der Partei ein, um die Ziele der „Bürgerbewegung“ tatkräftig zu unterstützen. So zum Beispiel Jack Schmitz aus Radevormwald, der bei der pro-Köln-Demo am Samstag in Kalk offenbar äußerst gern gesehen war.

Der „Freundeskreis Rade“ – eine Gruppe von jugendlichen Neonazis, die in ihrer Freizeit gerne mal Hauswände mit NS-Symbolen besprühen und Migranten aus ihrer Nachbarschaft krankenhausreif prügeln. Aktiv im „Freundeskreis“ ist auch Jack Schmitz, der von seinen „Kameraden“ liebevoll „Jack Daniels“ genannt wird. Ein unscheinbar wirkender Junge, der gerade erst aus den Windeln geschlüpft zu sein scheint. Und dennoch war er in seiner Heimatstadt bereits mehrfach an Angriffen auf Migranten beteiligt. Zur neonazistischen Szene in Wuppertal-Vohwinkel unterhält Schmitz enge Kontakte und nimmt regelmäßig an Demonstrationen der „Freien Kräfte“ teil. Mit den „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ geht der Radevormwalder auch öfters mal feiern. Das ganz normale Leben eines grundgesetztreuen, demokratischen Jugendlichen eben.

So grundgesetztreu und demokratisch ist Jack Schmitz, dass er bei der pro-Köln-Demo gegen das „Autonome Zentrum“ am Samstag in Kalk gern gesehen war. Während der gesamten Veranstaltung unterhielt er sich freundlich mit pro-NRW-Aktivisten, die sich wiederum auch sehr offensichtlich über dessen Anwesenheit freuten. Auch Tobias Ronsdorf, ebenfalls aus Radevormwald und nach eigenen Angaben glühender Verehrer der „deutschen Soldaten der Weltkriege“, schien über die Teilnahme seines Bekannten recht glücklich zu sein. Kurzum: Gleich und gleich gesellt sich gern. Die wahren Ansichten und Ziele der „Bürgerbewegung“ drängen weiterhin nach außen. Die Führungsriege um Markus Beisicht bemüht sich redlich, ihre Vergangenheit und Ideologie unter den Teppich zu kehren. Doch vor allem die Umgarnung von jugendlichen Neonazis wie Jack Schmitz spricht eine deutliche Sprache: „pro NRW“ ist und bleibt eine rechtsradikale Partei unter dem Deckmantel einer sich seriös-demokratisch gebenden Bürgerbewegung.

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Bescheidenes Ergebnis für Christoph Heger http://aow.blogsport.de/2011/11/21/bescheidenes-ergebnis-fuer-christoph-heger/ http://aow.blogsport.de/2011/11/21/bescheidenes-ergebnis-fuer-christoph-heger/#comments Mon, 21 Nov 2011 19:28:07 +0000 Administrator Nordrhein-Westfalen Rheinisch-Bergischer Kreis http://aow.blogsport.de/2011/11/21/bescheidenes-ergebnis-fuer-christoph-heger/ Die gute Nachricht zuerst: Der neue Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises heißt nicht Christoph Heger. Mit 2,8% der Stimmen erzielte der von seiner Partei als „Islamexperte“ angepriesene Overather das schlechteste Ergebnis von allen Kandidaten. Die schlechte Nachricht: Die extrem niedrige Wahlbeteiligung trieb den Stimmenanteil für den Rechtspopulisten künstlich in die Höhe.

Neuer Landrat in Rhein-Berg ist nun Hermann-Josef Tebroke (CDU), der bisher das Amt des Lindlarer Bürgermeisters bekleidete. Für den pro-NRW-Kandidaten Heger lag das Wahlergebnis derweil sogar noch deutlich unter dem der letzten Wahl im Jahr 2009: Damals war der Overather Rechtspopulist noch auf 4,0% gekommen. Und dennoch täuschen die 2,8% darüber hinweg, dass es eigentlich noch sehr viel schlechter hätte laufen müssen. Da die Wahlbeteiligung nämlich kreisweit nur bei knapp 29% lag, wäre das Ergebnis für „pro NRW“ bei einer höheren Beteiligung noch sehr viel niedriger ausgefallen. Erfahrungsgemäß profitieren radikale Parteien wie die „Bürgerbewegung“ von einer geringen Wahlbeteiligung, während die großen Volksparteien wie CDU und SPD entsprechende Verluste verbuchen müssen.

Alles in allem dürfte „pro NRW“ nicht mit dem Ergebnis ihres Kandidaten zufrieden sein. Gemessen an den Wahlkampfkosten sowie dem generellen Aufwand für Infostände, Flyer und Plakate dürften die 2,8% zumindest intern eher als Rückschlag gewertet werden. Davon ist nach außen selbstverständlich nichts zu hören: Auf der pro-NRW-Internetseite sprechen die Rechtspopulisten von einem „Achtungserfolg“ sowie einem „absolut respektablen und erfreulichen Ergebnis“. Wer’s glaubt…

Die Ergebnisse für Christoph Heger im Einzelnen:

  • Bergisch Gladbach: 2,5%
  • Burscheid: 4,7%
  • Kürten: 2,6%
  • Leichlingen: 3,1%
  • Odenthal: 2,9%
  • Overath: 3,1%
  • Rösrath: 2,4%
  • Wermelskirchen: 3,5%

Datenquelle: Kölner Stadt-Anzeiger

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Kalk hat dicht gemacht: Kein Durchkommen für Rechtspopulisten von „pro Köln“ http://aow.blogsport.de/2011/11/19/kalk-hat-dicht-gemacht-kein-durchkommen-fuer-rechtspopulisten-von-pro-koeln/ http://aow.blogsport.de/2011/11/19/kalk-hat-dicht-gemacht-kein-durchkommen-fuer-rechtspopulisten-von-pro-koeln/#comments Sat, 19 Nov 2011 20:20:58 +0000 Administrator Nordrhein-Westfalen Köln http://aow.blogsport.de/2011/11/19/kalk-hat-dicht-gemacht-kein-durchkommen-fuer-rechtspopulisten-von-pro-koeln/
Lange Gesichter und Ratlosigkeit bei „pro Köln“: Was tun?

Die selbsternannte „Bürgerbewegung pro Köln“ hat es nicht geschafft, im Stadtteil Kalk Fuß zu fassen. Der geplante Aufmarsch der rechtspopulistischen Zusammenrottung konnte durch friedliche Blockaden erfolgreich verhindert werden. Trotz eines massiven Polizeiaufgebotes konnten zahlreiche Gegendemonstranten bis unmittelbar zur Aufmarschstrecke vordringen und ihren Protest gegen die Rassistengruppe zum Ausdruck bringen.

Die Gesichter sprachen Bände: Knapp eine Stunde, nachdem die rechte Truppe um ihren Vorsitzenden Markus Beisicht die Demonstration gestartet hatte, zeichnete sich bereits ab, dass sie gnadenlos scheitern würden. Um kurz vor 11 Uhr kamen die Mitglieder und Anhänger der pro-Bewegung am Polizeipräsidium an der Barcelona-Allee mit einem Reisebus an. Heraus kamen knapp 80 altbekannte Aktivisten von „pro Köln“ und „pro NRW“, die ohnehin bei ausnahmslos jeder Demonstration oder Kundgebung der „Bürgerbewegung“ mitwirken. Von den zuvor so umworbenen „Kalker Bürgern“ fehlte jedenfalls jede Spur. Zu diesem Zeitpunkt war man bei der tiefbraunen Meute offenbar noch zuversichtlich, dass man den Tag halbwegs erfolgreich beenden könnte – zumal man sich auf die Zusicherung der Polizeibehörde, die gesamte Demostrecke ablaufen zu können, verließ.


Nico Ernst: Galgenhumor oder einfach nur reiner Wahnsinn?

Doch wenig später war es dann vorbei mit der rechten Freude: Nachdem die „Bürgerbewegten“ einen Gewaltmarsch von knapp 300 Metern hinter sich gebracht hatten, wurde der Aufmarsch jäh gestoppt: In Höhe der Rolshover Straße, schräg gegenüber der „Köln-Arkaden“, hatten etwa 150 Gegendemonstranten eine Sitzblockade auf der Kalker Hauptstraße errichtet. In der Annahme, diese werde bald aufgelöst, schauten die Pseudodemokraten reichlich belämmert drein, als sie nach einer Stunde immer noch an der gleichen Stelle auf der Straße standen. Die zuständige Polizei konnte oder wollte die Blockade, welche zwischenzeitlich von über 300 Menschen unterstützt wurde, nicht auflösen und sorgte auf diese Weise für das letztliche Scheitern des rassistischen Aufmarsches. Gegen 14 Uhr verließ „pro Köln“ die Szenerie in Richtung Polizeipräsidium und hielt dort noch eine kurze Abschlusskundgebung ab – unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit.

Zeitgleich befand sich die Stimmung auf Seiten der Gegendemonstranten auf dem Siedepunkt: Musik- und Tanzgruppen sorgten dafür, dass sich die Kalker Hauptstraße zeitweise als Partymeile präsentierte. Insgesamt fanden sich über 600 Personen in Kalk ein, um der rassistischen und fremdenfeindlichen Propaganda von „pro Köln“ die Stirn zu bieten – mit Erfolg. Fast schon zu Recht beklagte sich Markus Beisicht unmittelbar nach Demoende im Internet darüber, dass sie heute nicht zum Zug gekommen sind und kündigte zugleich trotzig an, dass man im Januar einen erneuten Versuch unternehmen wolle, bis zum „Autonomen Zentrum“ in der Wiersbergstraße vorzudringen:

Wir üben das jetzt solange, bis es klappt! Im Januar wird es die nächste Demonstration gegen linke Gewalt und das autonome Zentrum durch Kalk geben. Und wenn die SPD-Genossen Roters und Albers dann wieder ihren linken Gesinnungsfreunden das Feld überlassen wollen, dann gibt es halt jeden Monat einen turbulenten Samstag im Herzen von Kalk. Solange, bis wir unseren Protest bis vor die Türen des Autonomen Zentrums getragen haben oder diese extremistische Brutstätte endlich geräumt und geschlossen ist.


Unverhohlene Aggressivität beherrschte das Stimmungsbild bei „pro Köln“

Wir können bereits jetzt sagen, dass es im Januar die nächste Demonstration gegen rechte Gewalt und „pro Köln“ in Kalk geben wird. Solange die offen rassistische pro-Bewegung ihre durchschaubare Propaganda in Kalk und anderswo verbreiten will, werden jedesmal wieder hunderte von Gegendemonstranten für deren Scheitern sorgen. Wir werden nicht zulassen, dass Anhänger perverser Ideologien ihren braunen Dreck ungehindert in die Welt posaunen können. Wir bleiben dabei: Für die „Bürgerbewegten“ und andere Vollidioten ein uneingeschränktes Köln-Kalk-Verbot auf Lebenszeit!

Mehr Bilder: http://www.flickr.com

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Köln-Kalk-Verbot auf Lebenszeit http://aow.blogsport.de/2011/11/15/koeln-kalk-verbot-auf-lebenszeit/ http://aow.blogsport.de/2011/11/15/koeln-kalk-verbot-auf-lebenszeit/#comments Tue, 15 Nov 2011 12:36:23 +0000 Administrator Nordrhein-Westfalen Köln http://aow.blogsport.de/2011/11/15/koeln-kalk-verbot-auf-lebenszeit/
Nur das Beste für Beisicht und Anhang: Köln-Kalk-Verbot auf Lebenszeit!

Für den kommenden Samstag hat die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Köln“ mal wieder eine „Großdemonstration“ angekündigt. Angeblich soll dabei zusammen mit „Kölner Bürgern“ gegen das „Autonome Zentrum“ in der Kalker Wiersbergstraße protestiert werden. Zu erwarten ist allerdings eher eine weitere Propaganda-Tour der Rassistenpartei. Zahlreiche „Kölner Bürger“ wollen sich gegen die „Großdemonstration“ zur Wehr setzen.

Ein wenig werden sich die Rechtspopulisten am Samstagvormittag wohl fühlen wie Tom Gerhardt in seiner Rolle als Tommie, dem im Film „Voll normaaal“ ein „Köln-Kalk-Verbot auf Lebenszeit“ ausgesprochen wird. Nur die Gründe hierfür sind wohl etwas anders: Während es Tommie einfach nur versäumt hat, dem Zuhälter Jupp rechtzeitig einen Kasten Kölsch zu liefern, sind die pro-Köln-Demonstranten schon allein angesichts ihres fremdenfeindlich-stupiden Gedankenguts bei der Gesamtbevölkerung unbeliebt. So mobilisiert die Bürgerschaft unter dem Motto „Kalk macht dicht“ gegen den Rassistenmarsch und ruft dazu auf, einen Auftritt der rechten Agitatoren nicht zu tolerieren.

Vorgeblich will die „Bürgerbewegung“ in Kalk gegen das „Autonome Zentrum“ (AZ) in der Wiersbergstraße demonstrieren und dessen Schließung fordern. Doch der geplante Aufmarsch dient der pro-Bewegung wie so oft ausschließlich dazu, auf sich aufmerksam zu machen und sich als „Anwalt des kleinen Mannes“ zu präsentieren. Schon seit Jahren propagieren „pro Köln“ und „pro NRW“ eine Law-and-Order-Politik gegenüber jenen, die nicht in das ultrarechte Weltbild der Rechtspopulisten passen: Es wird ein Bild konstruiert, in dem Migranten, Antifaschisten und Prekarisierte eine Bedrohung darstellen, gegenüber der es eine harte Linie zu verfolgen gebe. Im Fall des AZ bedienen sich die Rechtspopulisten dabei einmal mehr an einer bereits schon seit Jahren stattfindenden Debatte und nutzen damit einen von den etablierten Parteien geschaffenen Nährboden, um mit ihrer rechten Propaganda auf Wählerfang zu gehen.

Wie auch in Ehrenfeld zeckt sich „pro Köln“ in Kalk an einen lokalen Konflikt an und schlachtet diesen für die eigenen Interessen aus. Nur geht es diesmal nicht um eine Moschee, sondern um das AZ in der Wiersbergstraße: Ein selbstverwalteter Ort, an dem vor allem Jugendliche einen Teil ihres Lebens selbst gestalten können. Jugendliche, welche in einem Kölner Stadtteil leben, der Gentrifizierungs- und Segregationstendenzen aufweist und somit zunehmend unter steigenden Mieten und sozialen Konflikten leidet. Jugendliche, die sich mit dem AZ einen Freiraum geschaffen haben, den sie sonst gar nicht hätten bezahlen können. Getreu den sozialdarwinistischen Vorstellungen von Thilo Sarrazin arbeitet die pro-Bewegung daran, die „arbeitenden oder arbeitswilligen Kölner“ gegen die Nutzer des „Autonomen Zentrums“ aufzuhetzen und verfolgt so gleichermaßen eine rassistische Deutung von Verteilungs- und Konkurrenzkämpfen.

Gerade weil „pro Köln“ und „pro NRW“ die realen sozialen Konflikte in Kalk bewusst ausblenden, kann es für die Rassistenpartei nur eine einzige Lösung geben: Köln-Kalk-Verbot auf Lebenszeit, beginnend mit dem 19. November! Die „Bürgerbewegten“ wollen um 11 Uhr von der Kalker Hauptstraße über die Kalker Post bis zum AZ in der Wiersbergstraße marschieren. Das Bündnis „Kalk macht dicht“ ruft daher dazu auf, sich ab 9 Uhr auf der Kalker Hauptstraße einzufinden, damit „pro Köln“ nicht durchkommt. Mehr Informationen gibt es auf dazwischengehen.mobi sowie unter twitter.com/kalkmachtdicht.

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abROCKnacht 2011 http://aow.blogsport.de/2011/11/02/abrocknacht-2011/ http://aow.blogsport.de/2011/11/02/abrocknacht-2011/#comments Wed, 02 Nov 2011 21:34:45 +0000 Administrator Nordrhein-Westfalen Oberbergischer Kreis Wipperfürth http://aow.blogsport.de/2011/11/02/abrocknacht-2011/

Am 12. November veranstaltet die „Wipperfürther Initiative gegen Rechts“ (W.I.R.) in Kooperation mit dem Jugendzentrum Wipperfürth nach langer Pause wieder eine „abROCKnacht“ in der Aula der Hauptschule auf dem Mühlenberg.

Auftreten werden die vier Bands „Exotherm“, „Heavily In Dept“, „Bad Awake“ und „The Walking Chairs“. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerspruchslos hinnehmen“. Die W.I.R. und das Jugendzentrum möchten damit dazu aufrufen, sich eindeutig gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu positionieren. Einlass ist ab 19 Uhr, der Eintritt kostet 5 Euro.

Mehr Infos unter www.schautnichtweg.de.

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Der Hotte und die rechten Rentner http://aow.blogsport.de/2011/10/24/der-hotte-und-die-rechten-rentner/ http://aow.blogsport.de/2011/10/24/der-hotte-und-die-rechten-rentner/#comments Mon, 24 Oct 2011 17:40:10 +0000 Administrator Nordrhein-Westfalen Rheinisch-Bergischer Kreis http://aow.blogsport.de/2011/10/24/der-hotte-und-die-rechten-rentner/ Seitdem im Rheinisch-Bergischen Kreis der Wahlkampf für die Wahl zum Landrat am 20. November begonnen hat, sind sie wieder vermehrt unterwegs: Die pseudodemokratischen Rechtspopulisten von „pro NRW“. Eine Basisstation für ihre Parteiarbeit ist offenbar seit geraumer Zeit eine kleine, auf den ersten Blick harmonisch wirkende Kneipe im Leichlinger Süden.

„Hotte“ – so nennt er sich selbst. Der Kneipenbesitzer, der gemeinsam mit Sohn und Frau seit Jahr und Tag eine der renommiertesten Gaststätten der Blütenstadt betreibt. Alle möglichen Festivitäten der bürgerlichen Gesellschaft werden hier ausgetragen: Vereinsfeiern, Sommerfeste, Geburtstage – alles ist möglich beim stets gut gelaunten „Hotte“ und dementsprechend beliebt ist er bei einem Großteil der Leichlinger Bürgerschaft. Doch eine Eigenschaft der urigen Kneipe gerät dabei allzu häufig in Vergessenheit: Immer wieder bietet sie der ultrarechten „Bürgerbewegung pro NRW“ eine Anlaufstelle. Neben den üblichen „bürgerlichen“ Geburtstags- und Vereinsfesten tragen die Rechtspopulisten hier nämlich regelmäßig Parteiabende und sonstige dubiose Veranstaltungen aus, bei denen nicht selten rassistische und rechtsradikale Parolen zum Einsatz kommen.

Einen Hehl aus seiner Unterstützung der extrem rechten Partei macht „Hotte“ dabei nicht. Im Gegenteil: Stolz posiert der ehemalige NPD-Funktionär und jetzige pro-NRW-“Politiker“ Andre Hüsgen aus Ennepetal vor dem Lokal und hält dabei ein Wahlplakat mit dem Abbild des pro-NRW-Landratskandidaten Christoph Heger in den Händen. Auch bei sonstigen Wahlkämpfen ist die Gegend um die Kneipe übermäßig mit Plakaten der angeblich „demokratischen Bürgerbewegung“ beklebt. In der Gaststätte selbst zieren zudem Deutschlandfähnchen, Deutschlandschals sowie Devotionalien der deutschen Nationalmannschaft das Interieur – ganz so, als wollte man damit nochmals die „richtige“ Herkunft der eigenen Kundschaft sicherstellen und der pro-NRW-Riege einen besonders herzlichen Empfang bereiten.

Derartige Gaststätten fungierten insbesondere in den letzten Jahren immer wieder als Instrument für rechtsradikale Gruppierungen und Parteien, sich in bürgerlichen Kreisen zu profilieren und zugleich ein Gefühl der Seriösität und allgemeinen Anerkanntheit zu vermitteln. In vielen Fällen wissen die Gastwirte nicht, wer sich – oft unter falschem Namen und vorgetäuschtem Anlass – in ihren Hinterzimmern einnistet. So erfuhren vor einigen Monaten die Betreiber eines renommierten Restaurants in Bergisch Gladbach erst dann von der wahren Identität der in ihren Räumen tätigen pro-NRW-Funktionäre, als Antifaschisten darüber informierten. Die Folge war der prompte Rausschmiss der „Bürgerbewegten“. Im Leichlinger Fall erscheint es derweil unwahrscheinlich, dass „Hotte“ nicht über die Machenschaften seiner Gäste informiert ist. In antifaschistischen Kreisen gelten sowohl Hotte Senior als auch Junior als Personen mit „ziemlich rechtem“ Gedankengut.

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„pro Köln“ will gegen AZ pöbeln http://aow.blogsport.de/2011/10/06/pro-koeln-will-gegen-az-poebeln/ http://aow.blogsport.de/2011/10/06/pro-koeln-will-gegen-az-poebeln/#comments Thu, 06 Oct 2011 11:13:57 +0000 Administrator Nordrhein-Westfalen Köln http://aow.blogsport.de/2011/10/06/pro-koeln-will-gegen-az-poebeln/ Die Kölner „Bürgerbewegten“ unter Markus Beisicht kündigten heute für den 19. November eine Demonstration gegen das „Autonome Zentrum“ in der Kalker Wiersbergstraße an. Der Aufmarsch soll unter dem Motto „Keine rechtsfreien Räume in Kalk: Linksautonomes Zentrum in Kalk schließen!“ stattfinden.

Grund für die Demonstrationsanmeldung soll laut „pro Köln“ die letzte Sitzung der Kalker Bezirksvertretung sein. Die Rechtspopulisten bemängeln demnach, dass es während der Sitzung angeblich zu Störungen seitens „Bewohnern“ des „Autonomen Zentrums“ gekommen sei. „Einzelne Bezirksvertreter“ seien angepöbelt, beleidigt und bedroht worden, so pro-Köln-Stadtrat Markus Wiener. Er selbst sei als „Arschloch, Wixer und Nazischwein“ beschimpft worden. Zudem wurde ihm von hinten eine Wasserflasche über den Rücken geschüttet, sagt Wiener.

Die Trotzreaktion folgte nun prompt: Am 19. November will „pro Köln“ eine Demonstration von der Kalker Post über die Kalker Hauptstraße mit einer Kundgebung vor dem „Autonomen Zentrum“ in der Wiersbergstraße veranstalten. „Der roten SA, die sich in Köln-Kalk breit gemacht hat, muss endlich Einhalt geboten werden“, so der pro-NRW-Vorsitzende Markus Beisicht. Von einer „linken Gefahr“ wird schwadroniert, es müsse so viel demokratischer Druck aufgebaut werden, dass die „Altparteien“ an einer Schließung und Räumung des Zentrums nicht mehr vorbei kommen.

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