Jack Schmitz (rechts) am Samstag in Köln-Kalk
In schöner Regelmäßigkeit brüstet sich die pro-Bewegung damit, eine „Grundgesetzpartei“ zu sein und sich für die Demokratie einzusetzen. In schöner Regelmäßigkeit finden sich auch immer wieder gewaltbereite Neonazis in der Partei ein, um die Ziele der „Bürgerbewegung“ tatkräftig zu unterstützen. So zum Beispiel Jack Schmitz aus Radevormwald, der bei der pro-Köln-Demo am Samstag in Kalk offenbar äußerst gern gesehen war.
Der „Freundeskreis Rade“ – eine Gruppe von jugendlichen Neonazis, die in ihrer Freizeit gerne mal Hauswände mit NS-Symbolen besprühen und Migranten aus ihrer Nachbarschaft krankenhausreif prügeln. Aktiv im „Freundeskreis“ ist auch Jack Schmitz, der von seinen „Kameraden“ liebevoll „Jack Daniels“ genannt wird. Ein unscheinbar wirkender Junge, der gerade erst aus den Windeln geschlüpft zu sein scheint. Und dennoch war er in seiner Heimatstadt bereits mehrfach an Angriffen auf Migranten beteiligt. Zur neonazistischen Szene in Wuppertal-Vohwinkel unterhält Schmitz enge Kontakte und nimmt regelmäßig an Demonstrationen der „Freien Kräfte“ teil. Mit den „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ geht der Radevormwalder auch öfters mal feiern. Das ganz normale Leben eines grundgesetztreuen, demokratischen Jugendlichen eben.
So grundgesetztreu und demokratisch ist Jack Schmitz, dass er bei der pro-Köln-Demo gegen das „Autonome Zentrum“ am Samstag in Kalk gern gesehen war. Während der gesamten Veranstaltung unterhielt er sich freundlich mit pro-NRW-Aktivisten, die sich wiederum auch sehr offensichtlich über dessen Anwesenheit freuten. Auch Tobias Ronsdorf, ebenfalls aus Radevormwald und nach eigenen Angaben glühender Verehrer der „deutschen Soldaten der Weltkriege“, schien über die Teilnahme seines Bekannten recht glücklich zu sein. Kurzum: Gleich und gleich gesellt sich gern. Die wahren Ansichten und Ziele der „Bürgerbewegung“ drängen weiterhin nach außen. Die Führungsriege um Markus Beisicht bemüht sich redlich, ihre Vergangenheit und Ideologie unter den Teppich zu kehren. Doch vor allem die Umgarnung von jugendlichen Neonazis wie Jack Schmitz spricht eine deutliche Sprache: „pro NRW“ ist und bleibt eine rechtsradikale Partei unter dem Deckmantel einer sich seriös-demokratisch gebenden Bürgerbewegung.
Die Typen sehen aber nicht gerade so aus als wären sie Einstein!