Brutaler Auftakt der Patrik-Brinkmann-Bustour: „pro NRW“ riskiert Tote in Gütersloh

Patrik Brinkmann und „pro NRW“ scheinen ihren „Kreuzzug für das Abendland“ wortwörtlich zu interpretieren. Am gestrigen Abend kam es im ostwestfälischen Gütersloh zu schockierenden Szenen, als die Rechtspopulisten ganz im Sinne ihrer christlichen Vorbilder aus dem Mittelalter beinahe ein Blutbad anrichteten.

Auf dem Berliner Platz in Gütersloh versammelten sich innerhalb kürzester Zeit etwa 200 Gegendemonstranten, um gegen die fremdenfeindliche Propaganda der selbsternannten „Bürgerbewegung“ zu protestieren. Zudem war eine kleine Anzahl von unerfahrenen und überforderten Dorfpolizisten anwesend, die bislang scheinbar nur dafür eingesetzt worden waren, den Verkehr zu regeln. Als der belgische „Blue Bus“ von „pro NRW“ in der Gütersloher Innenstadt eintraf, konnten diese demnach auch nicht verhindern, dass das Fahrzeug von Gegendemonstranten umzingelt wurde. Letztlich war diese Blockadeaktion auch erfolgreich, da sich die Rechtspopulisten nicht trauten, den Bus zu verlassen und sich geradezu darin versteckten. Von außen wurde der Bus passend umdekoriert und mittels skandierter Parolen unmissverständlich klargemacht, dass „pro NRW“ unerwünscht ist.

Als dies auch die „Bürgerbewegung“ zu begreifen schien, verlor deren Busfahrer offensichtlich die Nerven und startete den Motor. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch immer unzählige Menschen in greifbarer Nähe des Busses sowie insbesondere an der Frontseite. Ungeachtet dieser Tatsache gab der Fahrer Vollgas und trat kurz darauf wieder auf die Bremse, so dass zahlreiche Personen das Gleichgewicht verloren und zur Seite geschleudert wurden. Kurz danach beschleunigte der Fahrer erneut, raste mit hoher Geschwindigkeit über den Platz und schleuderte alle Menschen, die ihm im Weg waren, wortwörtlich zur Seite. Mehrere in der Fußgängerzone flanierende Menschen mussten um ihr Leben rennen, um nicht vom Bus überrollt zu werden. Ein entgegenkommendes Auto konnte nur noch knapp ausweichen.

Nur mit viel Glück kam es am gestrigen Abend nicht zu Personenschäden. Ohne jeden Skrupel hätte der Fahrer des „Blue Bus“ mehrere Menschen überfahren können. Die pseudoseriöse „Bürgerbewegung pro NRW“ nimmt damit wohl bewusst die Tatsache in Kauf, dass durch die Durchsetzung ihrer vermeintlichen „Meinungs- und Versammlungsfreiheit“ unbeteiligte Menschen mit ihrem Leben bezahlen müssen. Die Dorfpolizei, welche ungerührt und tatenlos am Rand des Geschehens stand, kommentierte die Situation nur mit den Worten: „Was sollen wir denn machen?“ Einige Zeit nach dem Verschwinden des Busses tauchten mehrere Polizeitransporter auf und griffen sich wahllos Jugendliche heraus. Insgesamt gab es drei bis vier Festnahmen.


1 Antwort auf „Brutaler Auftakt der Patrik-Brinkmann-Bustour: „pro NRW“ riskiert Tote in Gütersloh“


  1. 1 AARS 04. Mai 2010 um 8:44 Uhr

    Soviel zu „pro NRW“ und wie sie mit Leuten umgehen, die nicht der gleichen Meinung sind. Wann werden die Leute endlich wach? Auch das auftreten der Polizei ist nicht zu entschuldigen und gehört sngezeigt, denn die hat nichts gegen den durchgeknakllten Busfahrer getan, der womöglich noch von Beisicht und Co. angefeuert wurde.

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